Mit einer privaten Krankenversicherung in die Rente

Im Gegensatz zu einer gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Beitrag für eine private Krankenversicherung nach dem Alter des Patienten. Zum einem ist das Eintrittsalter wichtig, denn dieses entscheidet über die Höhe der Anfangsbeiträge. Mit der Zeit erhöhen sich die Beiträge zur PKV, da ja logischerweise das Alter des Patienten steigt. Diese Tatsache kann nun positiv oder negativ sein: Wer viel verdient, freut sich über den gering ansteigenden Beitrag aufgrund des Alters, da sich die Beiträge nicht nach dem Einkommen richten. Geringverdiener können sich selbstverständlich über eine Erhöhung ärgern.

Was jedoch die meisten privat Versicherten verunsichert ist die Situation, wenn sie in Rente gehen. Schließlich ist dann ihr Alter weiter fortgeschritten und sie verdienen kein Geld mehr – von der Rente und eventuell privat angelegten Vorsorgeplänen mal abgesehen.

Beiträge während der Rente

Im Allgemeinen reduziert sich der Beitrag für eine private Krankenversicherung ab dem 60. Lebensjahr. Dies liegt daran, dass dann der zehnprozentige Zuschlag für eine Altersrückstellung wegfällt. Die meisten privaten Krankenversicherungen reduzieren ab dem Eintritt in die Rente die Beiträge, da das Krankentagegeld wegfällt.

Falls Ihnen die regulären Beiträge zur privaten Krankenversicherung zu hoch sind, dann können Sie bei Ihrer Versicherungsgesellschaft in den Basis- oder Standardtarif wechseln. Dann haben Sie jedoch weniger Leistungen, da sich diese Tarife an den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung anlehnen. Als Pluspunkt ist der Umstand zu betrachten, dass auch die Beiträge nicht höher ausfallen dürfen, als dies in der gesetzlichen Krankenversicherung für einen Rentner der Fall wäre.

Alternativ können Sie bei Ihrer Versicherung nachfragen, ob Sie in einen anderen Tarif wechseln können, beziehungsweise könnte eine Aktualisierung Ihres jetzigen Tarifs eine Kostensenkung mit sich bringen.

Weitere Möglichkeiten, die Beiträge zu verringern

Sie können bei dem Rentenversicherungsträger einen Zuschuss zu Ihren Krankenkassenbeiträgen beantragen. Der Grund liegt in der Tatsache, dass Ihr Arbeitgeber keinen Zuschuss mehr zahlt – schließlich haben Sie ja keinen Arbeitgeber mehr. Der Zuschuss beträgt entweder 7,3 % Ihrer Rente oder die Hälfte Ihres Beitrages; je nachdem welcher Betrag niedriger ausfällt. Denn der Zuschuss muss 50 % Ihres Beitrages nicht überschreiten, wenn hiermit 7,3 % der Rente überschritten wären. Dies entspricht der Regel, der auch der Arbeitgeber bei der Zahlung seines Zuschusses unterliegt.

Unser Tipp  für alle, die in eine private Krankenversicherung wechseln möchten: Erkundigen Sie sich nach den Bedingungen für Ihren wohlverdienten Lebensabend. Eine ausführliche Übersicht erhalten Sie zum Beispiel mit einem anonymen PKV Vergleich http://pkvrechneranonym.de/.