Wie funktioniert ein Pfändungsschutzkonto?

Das P-Konto, die offizielle Abkürzung für Pfändungsschutzkonto, soll den Kontoinhaber vor einer Pfändung seines Girokontos schützen. Selbstverständlich gibt es hier einiges zu beachten, da der Gesetzgeber einige Bestimmungen erlassen hat.

 

Jeder darf ein P-Konto besitzen

Jeder Inhaber eines Girokontos darf sein Konto in ein P-Konto umwandeln lassen, sobald ihm eine Pfändung vorliegt. Im Falle einer Pfändung könnte das Guthaben auf dem Konto gepfändet werden, sodass der Kontoinhaber ohne Geld da steht. Bei einem P-Konto wurde gesetzlich ein bestimmter Betrag festgelegt, der vor einer Pfändung geschützt ist. Über diesen Betrag hinausgehendes Guthaben darf jedoch vom Gläubiger eingezogen werden. Für das Jahr 2016 wurden knapp 1100 Euro als monatlicher Freibetrag definiert. Bestimmte Leistungen, beispielsweise das Kindergeld, dürfen per Antrag beim zuständigen Gericht ebenfalls geschützt werden. Das gute eines P-Kontos ist auch die Tatsache, dass die Bank hierfür keine höheren Gebühren verlangen darf. Wandeln Sie ein normales Girokonto in ein P-Konto um, so müsste dieses weiterhin kostenlos geführt werden, wenn es bisher kostenlos war. Sie würden in diesem Fall weiterhin ein bestes Girokonto besitzen. Falls Sie mehrere Girokonten besitzen, sollten Sie daran denken, dass Sie nur ein Girokonto in ein P-Konto umwandeln dürfen. Welches Konto Sie dann nehmen, bleibt Ihnen überlassen. Jede Bank ist verpflichtet, auf Antrag ein normales Konto in ein P-Konto umzuwandeln.

 

Ausnahmen für Sozialleistungen

Ihr Konto befindet sich bereits im Soll und es kommt eine Pfändung ins Haus geflattert? Keine Panik. Die Bank darf zum Beispiel Sozialleistungen mindestens 14 Tage lang nicht mit dem Sollstand verrechnen. In der Realität bedeutet es, dass Sie weiterhin für 14 Tage die kompletten 1100 Euro zur Verfügung haben.

 

Bisherige Leistungen bleiben gleich

Ein P-Konto kann auf die gleiche Art genutzt werden, wie ein anderes Girokonto – bis zum gesetzlich geregelten Betrag. Sie dürfen weiterhin Überweisungen vornehmen, Geld abheben und Lastschriften und Daueraufträge verwalten. Theoretisch könnten Sie sogar eine Kreditkarte beantragen. Zwar weigern sich viele Banken aus Bonitätsgründen, Ihnen eine Kreditkarte auszustellen, aber Sie dürfen Ihnen diese nicht verweigern, weil Sie ein P-Konto haben. Eingeräumte Zusatzleistungen wie ein Dispokredit darf das Kreditinstitut nicht entziehen, wenn Sie ein P-Konto beantragen. Es dürfte Ihnen den Dispokredit auf reguläre Art kündigen, mit der Begründung, dass die bisherige Bonität nicht mehr gewährleistet ist.

 

Sobald Ihnen eine Pfändung zugestellt wird, haben Sie ungefähr vier Werktage Zeit, ein P-Konto einzurichten. Innerhalb dieser Zeit darf das Kreditinstitut den Gläubiger nicht bedienen.

Mit einer privaten Krankenversicherung in die Rente

Im Gegensatz zu einer gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Beitrag für eine private Krankenversicherung nach dem Alter des Patienten. Zum einem ist das Eintrittsalter wichtig, denn dieses entscheidet über die Höhe der Anfangsbeiträge. Mit der Zeit erhöhen sich die Beiträge zur PKV, da ja logischerweise das Alter des Patienten steigt. Diese Tatsache kann nun positiv oder negativ sein: Wer viel verdient, freut sich über den gering ansteigenden Beitrag aufgrund des Alters, da sich die Beiträge nicht nach dem Einkommen richten. Geringverdiener können sich selbstverständlich über eine Erhöhung ärgern.

Was jedoch die meisten privat Versicherten verunsichert ist die Situation, wenn sie in Rente gehen. Schließlich ist dann ihr Alter weiter fortgeschritten und sie verdienen kein Geld mehr – von der Rente und eventuell privat angelegten Vorsorgeplänen mal abgesehen.

Beiträge während der Rente

Im Allgemeinen reduziert sich der Beitrag für eine private Krankenversicherung ab dem 60. Lebensjahr. Dies liegt daran, dass dann der zehnprozentige Zuschlag für eine Altersrückstellung wegfällt. Die meisten privaten Krankenversicherungen reduzieren ab dem Eintritt in die Rente die Beiträge, da das Krankentagegeld wegfällt.

Falls Ihnen die regulären Beiträge zur privaten Krankenversicherung zu hoch sind, dann können Sie bei Ihrer Versicherungsgesellschaft in den Basis- oder Standardtarif wechseln. Dann haben Sie jedoch weniger Leistungen, da sich diese Tarife an den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung anlehnen. Als Pluspunkt ist der Umstand zu betrachten, dass auch die Beiträge nicht höher ausfallen dürfen, als dies in der gesetzlichen Krankenversicherung für einen Rentner der Fall wäre.

Alternativ können Sie bei Ihrer Versicherung nachfragen, ob Sie in einen anderen Tarif wechseln können, beziehungsweise könnte eine Aktualisierung Ihres jetzigen Tarifs eine Kostensenkung mit sich bringen.

Weitere Möglichkeiten, die Beiträge zu verringern

Sie können bei dem Rentenversicherungsträger einen Zuschuss zu Ihren Krankenkassenbeiträgen beantragen. Der Grund liegt in der Tatsache, dass Ihr Arbeitgeber keinen Zuschuss mehr zahlt – schließlich haben Sie ja keinen Arbeitgeber mehr. Der Zuschuss beträgt entweder 7,3 % Ihrer Rente oder die Hälfte Ihres Beitrages; je nachdem welcher Betrag niedriger ausfällt. Denn der Zuschuss muss 50 % Ihres Beitrages nicht überschreiten, wenn hiermit 7,3 % der Rente überschritten wären. Dies entspricht der Regel, der auch der Arbeitgeber bei der Zahlung seines Zuschusses unterliegt.

Unser Tipp  für alle, die in eine private Krankenversicherung wechseln möchten: Erkundigen Sie sich nach den Bedingungen für Ihren wohlverdienten Lebensabend. Eine ausführliche Übersicht erhalten Sie zum Beispiel mit einem anonymen PKV Vergleich http://pkvrechneranonym.de/.